Dienstag, 27 Februar 2018 09:18

Der Weg aus der Krise Teil 2

„Tradition verpflichtet - jetzt erst recht“

 

Der 28.12.2017 ist ein geschichtsträchtiger Tag für den TSV Germania Ascheberg und für die gesamte Gemeinde Ascheberg!

Es ist zwei Jahre und 3 Monate her, da übernahm ein neuer Vorstand die Geschicke des TSV Germania Ascheberg. Hintergrund für dieser Veränderung war die seit langer Zeit stagnierende

Sportheimbaustelle, die zum Einen einen optischen „Schandfleck“ darstellte und zum anderen zu hohen Einschränkungen im Sportbetrieb führte.

Bereits wenige Tage nach der Übernahme musste das Vorstandteam feststellen, dass es deutlich schlechter um den Verein stand als es zu erwarten war. Eine Zahlungsunfähigkeit stand unmittelbar bevor, es gab zahlreiche offene Außenstände und der Mitgliederstamm war massiv „geschrumpft“.

Der Verein stand unmittelbar vor seinem 70 jährigem Bestehen vor dem aus.

 

Diese Information wurde umgehend an die Gemeinde Ascheberg als Pächter und Nutzungsüberlasser der Sportanlage weitergegeben.

Mit viel Zeitaufwand und Transparenz, gelang es den neuen Vorstandmitgliedern, innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Unterstützer zu gewinnen. Neben solidarischen Veranstaltungen, dessen Gewinne in die Kasse der „Germanen“ wanderten, über handwerkliche Spenden, waren es auch der Zuwachs an passiven Mitgliedschaften der zu einem stabilisieren der Einkünfte führte.

Ein, wie sich nach kurzer Zeit herausstellte, kaum lösbares Problem war die Sportheimbaustelle. Zum Übergabezeitpunkt war diese nicht einmal ansatzweise abgeschlossen, ein in Anspruch genommenes Darlehen sowie erhaltene Fördergelder waren „verpufft“, das Gelände um die Baustelle sah katastrophal aus. Letzteren Punkt konnte man mit viel „Manpower“ kurzfristig beseitigen, die Fertigstellung vom Sportheim aus eigener Kraft war aber undenkbar.

 

Es folgten viele Gespräche mit der Gemeinde und dem Verpächter der Sportanlage, in welchen alle denkbaren Finanzierungsmodelle und Möglichkeiten erörtert und abgewogen wurden.

Der Vorstand selbst legte im Rahmen dieser Gespräche ein eigenes Finanzierungskonzept vor, welches aber auf Grund rechtlicher Gegebenheiten nicht umsetzbar war.

Nun lag es an der Gemeinde und dem Verpächter eine für alles Parteien tragbare Lösung zu suchen und wenn möglich zu finden. Der Vorstand vom Sportverein wurde in dieser Phase regelmäßig in die Gespräche eingebunden und lieferte aktuelle Zahlen und Entwicklungsziele.

 

Nach zähem ringen, konnte vor kurzem ein Kompromiss erzielt werden, der die vollständige Fertigstellung vom Sportheim und somit den Fortbestand des TSV Germania Ascheberg sicherstellt.

Am 28.12.2017 unterschrieben Graf Cay Lorenz von Brockdorff Ahlefeldt und Bürgermeister Thomas Menzel den neuen Pachtvertrag und der Geschäftsführende Vorstand des TSV Germania Ascheberg, Frank Pieters, Roland Riedel und Ortwin Riedel den neuen Nutzungsvertrag für die Sportanlage. Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz zum erreichen von diesem großen Ziel.

Gemäß unserem aktuellen Slogan „Tradition verpflichtet - jetzt erst recht“ werden die Hände nun aber nicht in den Schoss gelegt, sondern es wird weiter Zukunftsorientiert agiert.

 

Wir als Vorstand und alteingesessene Ascheberger haben seit geraumer Zeit gesagt, solange wir nicht wissen wie es mit dem Verein weiter geht, werden wir niemanden direkt um Unterstützung oder Spenden bitten da wir unseren Nachbarn und Mitbürgern auch noch in vielen Jahren in die Augen schauen möchten. Die Situation hat sich mit den Vertragsunterzeichnungen grundlegend geändert, jede Investition in den Verein ist nun nachhaltig und eine Investition in die Zukunft.

 

Gemeinsam hat man es erreicht, ein Stück Ascheberg wieder auf ein solides Fundament zu stellen und wir würden uns wünschen das jeder Einzelne einmal genauer hinschaut was für individuelle Möglichkeiten hier im Ort damit geschaffen wurden. Mit einem Mitgliedsbeitrag hat man zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten in einer großen Gemeinschaft. Das Sportangebot ist vielseitig und soll weiter ausgebaut werden, auch in diesem Hinblick wird das Sportheim mit seinem Multifunktionsraum einen hohen Stellenwert haben, hier werden weitere Übungsgruppen ihr „Zuhause“ finden.

 

Es geht im Verein aber nicht nur um sportliche Leistungen, es geht auch um das Erlernen sozialer Kompetenz für unsere jungen Mitglieder und um das Gemeinsame verbringen von Zeit,

egal ob beim Skat spielen, beim aktiven Sporttreiben oder einfach beim gemütlichem zusammensitzen. Qualifizierte und motivierte Übungsleiter, betreuen viele dieser Gruppen.

Das ein Verein dieser Größe, mit diesem umfangreichen Sportangebot, Kosten verursacht steht außer Frage, aber wenn jeder dem etwas an diesem Verein und seinen Aufgaben liegt, etwas dazu beisteuert können alle finanziellen Bereiche souverän abgedeckt werden. Die Möglichkeiten der Unterstützung sind vielfälltig, dies kann zum Beispiel über aktive oder passive Mitgliedschaften , aber auch in Form einer Spende erfolgen.

Auch Unterstützer im ehrenamtlichen Bereich, sei es als Übungsleiter oder im Vorstand sind immer gern gesehen. Wir haben die letzten 2 Jahre viel für die Zukunft von diesem Traditionsverein und für Ascheberg erreichen können und würden uns über jede weitere Unterstützung, auch im Sinne weiterer Generationen, sehr freuen.

 

Das Team vom Vorstand

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